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Harald Wolf
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Harald Wolf
Die Künstler des Kraichgaus:

WOLF,
HARALD


BILDER  AUSSTELLUNGEN  LEBENSLAUF



AUSSTELLUNGEN

LEBENSLAUF

Harald Wolf wurde 1957 in Bruchsal geboren und begann bereits als Kind, Comics abzumalen. Nach dem Hauptschulabschluß 1971 machte er eine Lehre als Feinmechaniker und schloß daran noch eine als Maler an, bevor er anfing, selbständig zu arbeiten. Ab 1980 hat sich dann sein eigener Stil entwickelt. Damals waren es häufig noch reale Bilder mit fließenden Hintergründen. Dachziegel mit Sternzeichen folgten 1985. Doch dies hat sich letztlich auch durch Wolfs autodidaktisches Studium der Malerei seit 1990 weiterentwickelt. In nächster Zeit entstanden Plastiken wie ein entrindeter und beschlagener Obstbaum, der mit geschmiedeten Blättern versehen wurde, Bilder auf Jeansstoff gemalt oder Teilkollagen mit 3D-Effekten. Dabei entfernte sich Wolf auch immer mehr von der realistischen Malerei. Auch Versuche mit flouriszierenden Farben gab es, die er dann aber wieder übermalte.

1992 hatte der in Untergrombach wohnende Künstler auch zeitweilig Airbrush-Arbeiten angefertigt, wovon viele auch Auftragsarbeiten waren, wie beispielsweise Seitenteile für LKWs, Helme oder aber Kneipeneinrichtungen. Sehr unterschiedliche Richtungen schlugen übrigens die von Wolf angenommenen Auftragsarbeiten ein: Mal galt es, ein Portrait zu malen, mal Deckenseccos, mal Wappen oder mal Bühnenbilder oder Plattencover für Bands wie "Fools Garden", "Pink Cream", "Rover" oder "Shy-Boy".

Wolfs malerische Entwicklung läßt sich auch aufgrund seiner Techniken und Motiven verfolgen. Waren diese anfangs noch sehr realistisch, wie die Musikinstrumente oder die Clownmotive, entstanden 1991/92 Fließbilder mit Figuren, dann solche, die einen gegossenen Hintergrund hatten und deren Motive ebenfalls in einer Art "Gießtechnik" enstanden sind, wie beispielsweise "Tränen der Freude und des Leids". Heute malt Harald Wolf ausschließlich Vollbilder auf Leinwänden aus echten Jeans, die dann auch die eine oder andere Serie ergeben - "Entstehung des Lebens" ist so ein Fall.

Plastiken oder Kunst im Freien hat der 41-jährige ebenfalls eine ganze Reihe gemacht. Er gestaltete nicht nur die Fassaden des Cafés "Collage" in Untergrombach, sondern auch das Kiosk im Freibad Weingarten oder die Plastik "Wirren des Lebens". Als Teilplastiken sind der "Flätenspieler": eine Kombination aus Gips und Holz und "Wiederkehr" entstanden.

Geschichten kann der Untergrombacher auch über seine Bilder erzählen: So wie die über den Privatmann, für den Wolf ein Bild für dessen Schlafzimmer gemalt hatte. Dieser hatte nämlich das Bild in seiner neuen Umgebung fotografiert, damit an einem Wettbewerb für das schönste Schlafzimmer teilgenommen - und gewonnen.

Selbst mag Harald Wolf am liebsten Bilder von Dali, doch der ist für ihn kein Vorbild. Er wollte nie nach Vorbildern malen, macht es höchstens, wenn er zum Beispiel in Auftrag für Jemanden ein Wandbild anfertigen soll. Ansonsten bringt Wolf meistens sozial-kritisches zum Ausdruck oder aber Dinge, die mit dem eigenen Ich und Gefühlen zu tun haben, im Prinzip "alles, was sich um das Leben dreht", ergänzt der Künstler selbst. Dabei sind die von ihm gemalten Acrylbilder zeitlos und dadurch stets aktuell.



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