
Gerd Wolfgang Weigand
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76646 Bruchsal,
Tel: (07251) 55011, Fax 55045
| 24. Oktober 1998: | Collagen-Ausstellung, Daimler Benz, Bruchsal |
Gern malte der heute 52jährige Werke von Kardinsky, Picasso oder Feiniger, die er in seiner eigenen Interpretation wiedergibt. Aber auch ein wenig Dali-Inspiration ist in seinen Gemälden zu erkennen. In der Zeit von 1990/91 entstanden, inspiriert durch einen Todesfall in der Familie, viele Spiralbilder, die meist im Verlauf der Figur die Zeitfolge von Kindheit bis zum Alter widerspiegeln.
Eine Herausforderung stellte für den Bad Schönborner das Malen eines Zyklus von vier Bildern zu Evangelien-Zitaten dar: Seine Bilder "Die Liebe hört niemals auf", "Kampf, Licht und Schatten", "Alpha und Omega" sowie "Er ist auferstanden" wurden bereits in verschiedenen Kirchen der Umgebung ausgestellt, so beispielsweise in Ladenburg, Weinheim und Bruchsal.
Doch das eigentliche Interesse ruht nach wie vor auf Natur- und Stadtmotiven. Inspiriert durch zahlreiche Reisen, vor allem in die Großstädte Amerikas, versuchte Weigand das Faszinierende solch einer Stadt zum Ausdruck zu bringen. Das beste Motiv schien ihm dafür die Skyline von Weltstädten wie New York, Manhattan, aber auch Frankfurt zu sein. "Mit diesen Bildmotiven verbinde ich und viele der Betrachter den Gedanken an Urlaub. Man denkt an die Zeit zurück, die man in der Stadt verbracht hat.", sagt Weigand über seine modernen Skyline-Bilder, die durch Mischtechnik und dem Lineal entstehen. Gemalt wird stets mit Ölfarben, die dann mit dem Lineal verzogen werden. In diesem Stil ist nun auch die erste Collage im Auftrag von Mercedes Benz entstanden: Eine Skyline über die ganze Welt, von Hongkong bis San Francisco, auf der Bilder der neuen Mercedes-Limousinen eingearbeitet sind.
Obwohl Gerd Weigand bereits seit seiner frühen Kindheit malt, stellte er seine Bilder erstmals vor zwei Jahren aus. Im September des vergangenen Jahres wurden unter 1500 Bildern auf der 2. Deutschen Kunstpreis-Ausstellung der Hobby- und Freizeitmaler in Saarbrücken 30 Bilder ausgesucht, die auf Mukoviszidose-Grußkarten gedruckt werden sollten. Drei davon waren von dem Bad Schönborner Maler.
Weigand hat allerdings auch schon einige Auftragsbilder für Privatpersonen gemalt: Stilleben, Kirchliches und alte Landschaften. Zusätzlich entstand eine Reihe von Aktbleistiftportraits. Diese Technik entfaltet ihren besonderen Reiz in Weigands neustem Werk: In einer Zeitschrift hatte er das Bild einer nur mit einem Schleier bekleideten Frau gesehen, das er nun, in Blau gehalten, malte, wobei die Farbe nur durch Nuancen variiert. Mit diesem Bild erhielt Gerd Weigand auf der Ausstellung 3. Deutscher Kunstpreis der Hobby- und Freizeitküstler vom 17.-20. September 1998 in Saarbrücken einen der 3 ausgelobten Preise in der Stilrichtung Portrait Malerei.
Gerd Weigand wollte früher nie moderne Bilder malen, da er der Meinung war, dies könne schließlich jeder. Doch irgendwann versuchte es der leidenschaftliche Altmeistersammler dann selbst einmal - und fand Geschmack daran. So verlegte er sich darauf, holländische Meister aus dem 17. Jahrhundert nur zu sammeln, selbst aber von nun an moderne Bilder zu malen. Sein größter Wunsch und aktuelles Vorhaben ist nun, mit seinen Skyline-Bildern der amerikanischen Weltstädte, im nächsten Jahr in den USA eine Ausstellung zu machen.