
Robert Nowacki
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NOWACKI, ROBERT
BILDER AUSSTELLUNGEN LEBENSLAUF
Robert Nowacki wurde am 3. Juli 1967 in Strzybnica geboren und machte eine Ausbildung als technisch-musischer Fachlehrer. Er unterrichtete Kunst, Sport und Technik an Schulen. In seinem ersten Jahr an der Schule (1991) unterrichtete Nowacki eine vierte Klasse in Kunst und fing in dieser Zeit selbst an zu malen. Schmunzelnd erinnert sich der Künstler daran zurück: "Es waren verschiedene aufeinander abgestimmte Grautöne auf einem Farbkarton, die mit roten Farbspritzern versehen waren." Als die Privat- und Schulwelt schließlich zu verschiedene Richtungen einschlugen, hängte der jetzige Rußheimer nach sechs Jahren Schuldienst seinen Job an den Nagel und widmete sich ganz der Malerei.
Robert Nowacki malt viel Abstraktes. Anfangs verwendete er unterschiedliche Farben, begann 1993 mit Ölkreide zu malen und benutzt heute ausschließlich Ölfarben. Frei nach seinem Motto: "Lieber gestalten, als sich darauf versteifen, etwas zu malen", macht Nowacki das, was ihm durch den Kopf geht. Auftragsarbeiten sind deshalb nicht sein Fall. Ob nun reine Gemälde oder Bild-Rahmen-Kombinationen dabei entstehen, jedes ist ein Kunstwerk für sich. Und egal welches Motiv letztendlich zu sehen ist, wichtig ist die Komposition von Bild und Rahmen: "Das Bild muß im Rahmen weiterleben, etwas davon übernehmen".
Was so alles dabei rauskommen kann, wenn Robert Nowacki seinen Gedanken freien Lauf läßt, konnte beispielsweise die Stadtverwaltung Karlsruhe diskutieren: Dort legte er nämlich 1997/98 die Pläne für ein Bildlabyrinth vor, das gleichzeitig ein Langzeitarbeitslosenprojekt sein sollte. Fünf Personen würden dabei die Möglichkeit erhalten, ein Jahr lang an dem Kunstwerk aus 1000 Bildern zu arbeiten, das von oben betrachtet ein Herz mit den Kontinenten sowie deren ländertypischen Symbolen ergibt.
Projektarbeit macht Robert Nowacki genauso gerne wie er spontane Ideen bildnerisch auf der Leinwand gestaltet. Hat der Rußheimer einmal keinen Einfall, sucht er sich alltägliche Themen wie Liebe, verkorkste Beziehung, Musik, Leidenschaft, Einsamkeit, Mythen und auch mal die Grundgesetze heraus, die in Farbe und Formen umgesetzt werden. So entstand zum Beispiel Nowackis zuletzt gemaltes und gebasteltes Werk "Der nutramenische Flußgeist Atara betört die quesocotanische Meeresfee Ka-Isa im platanischen Licht - Mythen".
Nowackis Traum war immer, selbst einmal als Schauspieler auf einer großen Bühne zu stehen. Deswegen sprach er schließlich auch im vergangenen Jahr bei der Schauspielschule Stuttgart vor. Allein von der dort herrschenden Atmosphäre wurde er so inspiriert, daß aus dieser Erfahrung wieder neue Bilder entstanden. So beispielsweise "Kleine Haie". Immer wieder faszinierend findet der Rußheimer auch die Beschäftigung mit Gesichtern und Aktmalerei.