
Stadtgeschichte
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Der 30-jährige Krieg machte auch vor Heidelsheim nicht halt: 1622 wird es bis auf "etliche Häuser" niedergebrannt und bis 1648, also dem Ende des Krieges sank die Einwohnerzahl von 1200 auf 310.
1689 wird Heidelsheim im Zuge des Pfälzischen Erbfolgekrieges durch die französischen Truppen des General Durras total zerstört. Nun lebten nur noch 50 Menschen in der einstigen Stadt.
Da der Turm und das Langhaus der Stadtkirche auch völlig zerstört worden waren, begann man mit dem Wiederaufbau. Die Kirche war 1701 wieder soweit instand gesetzt, daß man dort wenigstens die Gottesdienste der drei Konfessionen erneut abhalten konnte. Doch schließlich teilte man die Kirche auf: Man trennte den gotischen Chor und das Langhaus durch eine Mauer. Somit erhielten die Katholiken den Chor und die Reformierten das Langhaus; die Lutheraner gingen leer aus, da sie keinen Pfarrer hatten. Deswegen bauten sie sich auf Betreiben eines aus Württemberge geflüchteten lutheranischen Pfarrers eine eigene steinerne Kirche. 1821 kam es in Baden zu einer Vereinigung der Reformierten mit den Lutheranern, die zusammen in Heidelsheim bereits 85% ausmachten. Die lutherische Kirche wurde 1824 versteigert und diente fortan als Wohnhaus und Scheune. Geht man heute durch die Luthergasse, so erkennt man auch heute noch das ehemalige Gotteshaus an seiner Form.