
Geschichte von Bad Schönborn
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1766 ließ der Fürstbischof Kardinal von Hutten in Langenbrücken eine Schwefelquelle erbohren sowie ein Sud- und Gästehaus errichten, womit dem entstandenen Kurort zeitweise mehr Bedeutung zugemessen wurde als Baden-Baden. Später wurde es allerdings vernachlässigt und bedeutungslos, bis der Kaufmann Franz Peter Sigel für eine zweite Blütezeit des Ortes sorgte. An diese Zeit erinnert heute noch der sogenannte Sigel-Saal im Weinbrenner-Stil, einem Kursaal inmitten des 200 Jahre alten Kurparks. Außerdem ist das Alte Rathaus aus dem 14. Jahrhundert auf jeden Fall einen Besuch wert.
Schon am Ortseingang von Mingolsheim wird man von einer Kreuzigungsgruppe vor der Rochuskapelle von 1771 begrüßt. Interessant ist auch die Pfarrkirche St. Lambertus, die überwiegend im 18. Jahrhundert gebaut bzw. verändert wurde, aber noch einen Chor aus dem 12. Jahrhundert besitzt. Den Wechsel der Zeiten kann man am Kislauer Schloß besonders deutlich erkennen: Mit romanischen Resten aus dem 11. und 12. Jahrhundert ließ Fürstbischof Damian Hugo von Schönborn um 1725 das Schloß bauen, das später in ein Lazarett, Arbeitshaus und NS-Schutzhaftlager umfunktioniert wurde und heute als Strafvollzugsanstalt dient.